„Damit ihr es nicht vergesst“ - Holocaust-Überlebende Eva Weyl zu Gast am GV PDF Drucken E-Mail
Montag, den 02. November 2015 um 00:00 Uhr

Eva Weyl, Überlebende des Durchgangslagers Westerbork, ist am 9.11.2015 zu Gast am GV und erzählt von ihren ErlebnissenEva Weyl, Überlebende des Durchgangslagers Westerbork, ist am 9.11.2015 zu Gast am GV und erzählt von ihren ErlebnissenAm 9.11.2015 jährt sich die Reichspogromnacht zum 77. Mal. Zu diesem Anlass haben Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Voerde die Holocaust-Überlebende Eva Weyl zu einem GV-Forum an ihre Schule eingeladen. Ab 19 Uhr wird sie unter anderem von ihrer Zeit im Durchgangslager Westerbork berichten. Bürgermeister Dirk Haarmann wird die Veranstaltung eröffnen. Schulleiter Gerd Kube richtet einleitende Worte an die Besucher. Eingeladen in den Großraum des Gymnasiums Voerde sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Voerde und der umliegenden Städte.

Mein Thema ist: dass Auschwitz nie wieder geschehe!“ - Mit diesen Worten erklärt die heute achtzigjährige Eva Weyl die Motivation ihrer Vortragsreisen. Mit sechseinhalb Jahren wurde sie mit ihrer Familie von den Nazis in das niederländische Durchgangslager Westerbork gezwungen. Dreimal entging die Familie Weyl der Deportation nach Auschwitz knapp. Das ganz große Grauen blieb ihr also erspart. Dennoch steht ihre Geschichte symbolisch für viele andere. Sie beginnt am Niederrhein, genauer in Kleve. Dort wurde ihr Vater Hans Weyl geboren und betrieb dort wie schon ihr Großvater und ihr Ur-Großvater ein Textilkaufhaus. „Das Gebäude steht heute noch. Heute ist dort die Galeria Kaufhof untergebracht.“

Als die Nazis 1933 an die Macht kamen und Transparente wie „Die Juden sind unser Verderben“ die Straßen schmückten, verließ Hans Weyl mit seiner Frau Deutschland und zog nach Arnheim. Dort wurde Eva Weyl 1935 geboren. Als die Nazis in die Niederlande eingefallen waren, mussten auch die Weyls ihr Haus verlassen und sich 1942 in Westerbork einfinden. Aus dem sogenannten „Durchgangslager“ wurden bis 1945, als die Kanadier am 12. April das Lager befreiten, 107.000 Menschen nach Auschwitz und andere Vernichtungslager deportiert. Nur 5000 kamen zurück. Bei der Befreiung lebten bloß noch 870 Menschen in dem 500-Quadratmeter-Lager.

Über die dreieinhalb Jahre im Durchgangslager Westerbork aber auch die Zeit davor und danach wird Eva Weyl in einem lebendigen Vortrag berichten. Es geht ihr dabei nicht darum, heute noch nach Schuldigen für die Kriegsverbrechen der Nazis zu suchen. „Aber ich will Verantwortung dafür vermitteln, dass so etwas nie wieder passieren darf!

 

 

 
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